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Ein Schnurrbart erobert die Welt

In Zeiten, in denen es in Mode ist, Barthaare sprießen und zu gepflegten Kunstwerken heranwachsen zu lassen, sprießen folglich auch die Barbershops. Es bedarf keiner umständlichen Recherche mehr, um an die notwendigen Bartpflegeprodukte zu gelangen. Und selbst Diven, die den Songcontest gewinnen, tragen Vollbart. Wen wundert es da noch, dass ein Kinderbuch über Bärte geschrieben wird? Diese famose Idee hatte das Duo Sarah Michaela Orlovský und Michael Roher. Die Autorin und der Illustrator hatten erst im Vorjahr die lesenswerte Geschichte „Valentin, der Urlaubsheld“ vorgelegt, mit der sie den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2015 gewinnen konnten (und die unter den Büchern für den letztjährigen Sommer gelistet war). Nun erscheint im Picus Verlag der zweite Kinderroman der beiden, der den fulminanten Titel „Ein Schnurrbart erobert die Welt“ trägt. Und diese Geschichte ist nicht minder spektakulär. Der Erzähltext und die Illustrationen harmonieren wiederum, sie ergeben ein stimmiges Ganzes und zeigen, dass Orlovský und Roher an einem Strang ziehen. Hübsche Tiegel und Flakons mit speziellen Wässerchen stehen da plötzlich in Opas Badezimmer, seitdem er beschlossen hat, die Bartweltmeisterschaft zu …

Der Tod gehört zum Leben

Manchmal werden Kinder schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert. Großeltern sind schwer krank oder sterben plötzlich, ein geliebtes Haustier muss für immer verabschiedet werden – in jedem Fall ist ein derartiges Ereignis eine schmerzliche Erfahrung, die eine Krisensituation auslösen kann. Erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren wird die Endgültigkeit des Todes fassbar, kleinere Kinder haben begrenzte Vorstellungen und erwarten, dass der Tote wieder zurückkehrt. Erwachsenen fällt es oft nicht leicht, mit Kindern über das Thema zu sprechen. Es gibt einige schöne, einfühlsame Bilderbücher, die Möglichkeiten aufzeigen, mit dem Tod umzugehen. Sie können wirklich hilfreich sein, wenn es notwendig ist, einen Verlust gemeinsam zu bewältigen. Ich stelle hier fünf Titel, die erst kürzlich am Kinderbuchmarkt erschienen sind, vor.

Marianne Dubuc – Bus fahren

Es gibt für alles ein erstes Mal. Clara fährt zum ersten Mal alleine mit dem Bus. Ihre Mama bringt sie bis zur Haltestelle der Nummer 18 und wartet, bis Clara eingestiegen ist. Das Mädchen fährt zu ihrer Oma, es ist eine vertraute Strecke – doch ohne Mamas Gesellschaft gestaltet sich die Fahrt viel aufregender! Eine wunderbare Neuerscheinung aus dem Verlag Beltz & Gelberg. Wie das kleine Rotkäppchen steht Clara mit ihrer Mutter an der Haltestelle. In der einen Hand hält sie einen Korb, die andere Hand liegt fest in der ihrer Mama. Claras rote Weste leuchtet aus dem schlichten Bild heraus, der Bus kommt. Schnell noch winken und dann sieht sich Clara um: Die mitfahrenden Tiere sind allesamt so liebevoll gezeichnet! Da sitzt Oma Katze und ist ganz in ihre Strickarbeit vertieft. Dort plaudern zwei Hasenschulmädchen. Eine winzige Maus hat ihren klitzekleinen Koffer auf dem Boden abgestellt. Der große Bär trägt blaue Gummistiefel und die Schildkröte ein Lunchpaket. Das Faultier schläft friedlich. Und der Bus fährt los. Clara macht es sich gemütlich, sie hat ihre …