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Oh. Kiddobuch! #7 – „Der Grottling“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. Diesmal „Der Grottling“, das neueste Bilderbuch des britischen Illustrators und Erfolgsautors Benji Davies.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Nachts steigt Rubi die Treppe hoch zu ihrem Zimmer und kann dabei den Text eines Orgellieds, das sie tagsüber in den Straßen der viktorianischen Stadt gehört hat, nicht vergessen: „Ich weiß, der Grottling hat auf leichten Sohlen sich heimlich durch dein Haus gestohlen. Doch was wir einst für Monster halten, sind selten düstere Gestalten.“ Rubi kann nicht schlafen und macht sich auf die Suche nach dem Grottling. Der Leser wird gespannt mitraten, wer der kleine Ausreißer ist, der bereits die ganze Stadt auf Trab hält: Es ist das Äffchen des Orgelspielers, das die Freiheit sucht.

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

Wer soll das lesen?

Alle, die mysteriöse, ein wenig gruselige Gute-Nacht-Geschichten mit liebenswerten Figuren mögen, und natürlich alle Kinder und Erwachsene, denen gekonnt illustrierte Bücher am Herzen liegen.

Worte, die hängen bleiben

„Hab keine Angst vorm Schlafen – Träumen! Die Dinge sind nicht, wie sie scheinen.“

„Zu schnell für Krauses Hinkefuß, Hohnlachen gibts als Abschiedsgruß! Und von der Dunkelheit verschlungen ist Grottlings Flucht perfekt gelungen.“

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

„Die Sachen sind doch nur geliehen, bestimmt habt ihr ihm längst verziehen, denn Ausstieg zwar, doch keine Flucht, ist, wenn man seine Freiheit sucht!“

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

© Davies: Der Grottling. Aladin 2018.

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Alles, was der außergewöhnliche Künstler und Geschichtenerzähler Benji Davies produziert, gelingt ihm. Mit „Der Grottling“ ist wieder ein höchst brilliantes Kinderbuch entstanden, und wir lieben diese zauberhafte Geschichte. Wenn Kinder nach dem ersten Vorlesen erfahren haben, wer dieser etwas unheimliche Grottling eigentlich ist, gestalten sich die nachfolgenden Lektüren völlig anders: Das – gar nicht beängstigende – Geheimnis ist bekannt, und die Kleinen können mutig und wissend auf die spannende Hinweissuche gehen.

„Der Grottling“ von Benji Davies (Aladin, 32 S., ab 4 J.). Gedruckt in China. Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

Oh. Kiddobuch! #6 – „100 Gründe für Urlaub im Zelt“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. „100 Gründe für Urlaub im Zelt“ von Saskia Hula und Felicitas Horstschäfer ist die perfekte Vor- oder Nachbereitung für einen Familiencampingurlaub.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Das Auto wird mühselig vollgepackt, das Kaninchen bei den Nachbarn abgeliefert, die Stimmung sinkt fast auf den Nullpunkt. Ein Kind fährt in den Sommerferien mit den Eltern nach Kroatien ans Meer und erzählt auf 100 Seiten, warum der Campingurlaub mit den Eltern trotzdem gelingen wird.

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

Wer soll das lesen?

Von der ersten bis zur letzten Seite regt dieses Buch zum Schmunzeln an, und jeder wird sich an irgendeinem Punkt des Buches an eigene Urlaubserlebnisse zurückerinnern. Der Empfehlung des Verlags ist eigentlich nichts hinzuzufügen: „Dieses Buch ist das Richtige für Campinghasser, eingefleischte Camper, Katzenfreundinnen, für alle, die nicht gerne mit einer Wurzel unterm Rücken schlafen, Kroatienurlauber, Urlaubsstau-Hasser, Quengelkinder, Eltern von Quengelkindern und nicht zuletzt für Kaninchenfreunde.“

Worte, die hängen bleiben

„Derjenige, der das Auto fährt und deswegen nicht schlafen kann, bekommt nach ein paar Stunden Autofahren schlechte Laune. Wenn zwei abwechselnd Auto fahren, ist es auch nicht besser. Dann bekommen nämlich beide schlechte Laune.“

„Beim Aufwachen hat es im Zelt mindestens 45 Grad. Man ist völlig verschwitzt.“

„Das Frühstück ist noch nicht fertig. Man muss erst ins Dorf gehen, um Brot und Milch zu kaufen. Mit dem Fahrrad wäre man schneller. Aber das Fahrrad hat ja nicht mehr ins Auto gepasst.“

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

„Die Erwachsenen lesen den ganzen Tag dicke Bücher. Wenn sie überhaupt ins Wasser gehen, dann immer nur ganz kurz.“

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

© Hula/Horstschäfer: 100 Gründe für Urlaub im Zelt. Klett Kinderbuch 2018.

„Die Kinder zeigen jetzt auf sich uns sagen ihre Namen. Da bleibt einem gar nichts anderes übrig, als das Gleiche zu machen. Man kommt sich vor wie ein Ausländer.“

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Treffsicher erzählt die österreichische Grundschullehrerin Saskia Hula von den schönen und weniger schönen Dingen, die ein Campingurlaub mit sich bringt. Von den Anstrengungen der Anreise, vom ungeschickten Zeltaufbau, von komischen Klos, surrenden Mücken, hässlichen Badeschuhen, Seeigeln im Meer und unendlicher Langeweile. Das Resümee ist dann aber weitgehend positiv: Das Kind hat einen unvergesslichen Urlaub in Kroatien erlebt, hat neue Freunde gefunden, mit denen es auch kommuniziert, ohne deren Sprache zu sprechen. Schließlich wird eine Katze mit nach Hause geschmuggelt. Wir finden das alles sehr, sehr amüsant, und die 100 witzigen Illustrationen von Felicitas Horstschäfer passen perfekt dazu.

„100 Gründe für Urlaub im Zelt“ von Saskia Hula und Felicitas Horstschäfer (Klett Kinderbuch, 112 S., ab 7 J.). Gedruckt in Lettland (Livionia Print, Riga). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

Oh. Kiddobuch! #5 – „Einen Tag ganz brav“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. „Einen Tag ganz brav“ kommt aus dem wunderbaren Kullerkupp Kinderbuch-Verlag aus Berlin, der sich darum bemüht, neue nordische Kinderliteratur in deutschsprachigen Übersetzungen herauszugeben.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Lena hat einen Plan: Ihr Bruder Oskar und sie versuchen, einen Tag lang ganz brav zu sein. Zähne putzen, anziehen, Zimmer aufräumen, Wäsche waschen und Schuhe putzen, Geschirr abwaschen – alles geht ihnen an diesem Tag, an dem Oma auf sie aufpasst, leicht von der Hand.

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

Dann backen sie auch noch eine Biskuit-Torte für Mama. Als die nach Hause kommt, trifft sie fast der Schlag: Die Wohnung wurde durch das ganze Bravsein auf den Kopf gestellt. Wände und Bücher wurden bekritzelt, das Katzentrockenfutter im Badezimmer verteilt, abgerissene Pflanzenblätter geklebt, die Dusche mit Christbaumkugeln dekoriert, die Wäsche mit schwarzen Flecken verschönert, die gesamte Küche bemehlt.

Wer soll das lesen?

Brave – also alle – Kinder! Und die Eltern von diesen braven, fantasievollen Kindern, die im Alltagschaos manchmal eine kleine Aufmunterung brauchen. Sie können den ganzen Wahnsinn in diesem Buch einmal aus der Perspektive der Kinder betrachten.

Worte, die hängen bleiben

„Irgendwo muss es doch noch etwas Schönes und Gutes geben. Etwas, das dir zeigt: eigentlich ist das ein schöner Tag, dein Tag, den man nicht abschreiben und nicht von sich schieben darf. Und anfangen kannst du… hm. Bei was? Oder bei wem? Na, vielleicht bei denen, die deine Liebsten sind!“

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Die estnische Autorin Indrek Koff und die großartigen Illustrationen von Ulla Saar zeigen eine zuerst zwar hilflose Mutter, die dann aber in aller Ruhe beginnt, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen und die Beweggründe ihrer Kinder zu verstehen. Sie versucht, das Positive zu sehen: Lena und Oskar haben gemeinsam an einer Idee gearbeitet, sich einen ganzen Tag lang ohne Spielzeug beschäftigt und keine Anleitung benötigt. Die müde Oma konnte sich einmal entspannen. So anstrengend es manchmal ist, unsere Kinder brauchen gelassene Eltern, die ihnen freies Spielen ermöglichen und Chaos ab und an zulassen.

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

© Koff/Saar: Einen Tag ganz brav. Kullerkupp 2018.

„Einen Tag ganz brav“ von Indrek Koff und Ulla Saar (Kullerkupp Kinderbuch-Verlag, 56 S., ab 4 J.). Klimaneutral gedruckt in Deutschland (Lieblingsdrucker GmbH, Berlin).

Oh. Kiddobuch! #4 – „Alles rosa“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. Das kleine Büchlein „Alles rosa“ zeigt eine verdrehte Welt der Stereotype, deckt die diskursive Konstruktion von Geschlechterrollen auf und sollte, wenn es nach mir ginge, zur Pflichtlektüre gehören.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Der kleine David ist ein Junge, daher wird er der Gewohnheit entsprechend rosa angezogen. Er sitzt bei schönstem Wetter zu Hause und malt, während er die draußen spielenden Mädchen sehnsüchtig beobachtet. David wird in der Schule belächelt, weil er lieber Feuerwehrmann statt Prinz werden will und gut in Mathe ist.

© Onano: Alles rosa, jaja Verlag 2017.

Davids Vater ist für die Kinderbetreuung und den Haushalt zuständig, seine Mutter trägt Anzug und Krawatte. Maurizio Onano stellt die Welt der Stereotype auf den Kopf, um Geschlechterbilder zu dekonstruieren.

© Onano: Alles rosa, jaja Verlag 2017.
© Onano: Alles rosa, jaja Verlag 2017.

Wer soll das lesen?

Kinder ab dem Grundschulalter. Kinder lieben es, die Welt nicht ganz in ihrer Ordnung zu sehen, und sind grundsätzlich offen dafür, über Widersprüchlichkeiten nachzudenken. Und eigentlich haben auch Erwachsene nie ausgelernt!

Worte, die hängen bleiben

„Mädchen sind eben wilder, liegt an den Hormonen.“

„Es ist wohl angeboren, dass man Rosa mag.“

„Mama sagt, es sei doch toll, dass es extra Süßes nur für Jungs gibt. Für die Gleichberechtigung. Also mich bringt das nur noch weiter in die Bredouille.“

„Anpassen ist schwer, wenn man anders ist.“

© Onano: Alles rosa, jaja Verlag 2017.
© Onano: Alles rosa, jaja Verlag 2017.

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Ich weiß noch, wie oft ich mich als Kind darüber ärgern musste, gegenüber festgefahrenen Rollenbildern machtlos zu sein. Ich war auch nicht fähig, diese Konstrukte zu analysieren. Maurizio Onano deckt auf ganz charmante Art und Weise auf, dass Geschlechterrollen diskursiv konstruiert sind und hilft Kindern beim kritischen Nachdenken auf die Sprünge. Bücher wie diese braucht die Welt. Viele mehr davon!

„Alles rosa“ von Maurizio Onano (jaja Verlag, 24 S., ab 8 J.). Gedruckt in Litauen (BALTO Print, Vilnius) auf Papier mit FSC-Mix-Label.

Kinderbücher: Vom Reisen um die Welt und unvergesslichen Abenteuern

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, schrieb der deutsche Dichter Matthias Claudius, und für Kinder, die Neues entdecken, weitet sich im Zuge ihrer Erkundungen naturgemäß die Welt. Um andere Orte kennenzulernen, muss man jedoch nicht gezwungenermaßen die bequeme Leseecke verlassen: Beim Betrachten und Lesen dieser Kinderbücher können interessante Reisen durchaus auch in den Köpfen der Kleinen stattfinden. Die ausgewählten Titel erzählen vom Kofferpacken und vom manchmal mühsamen Verreisen, von eindrucksvollen Abenteuern und faszinierenden Destinationen.

Wir sind dann mal weg

1 // Kofferpacken mit Kindern? Kann gelingen, wenn man gute Nerven hat. Regina Schwarz und Julia Dürr zeigen in ihrem fröhlich gereimten, ganz wunderbar illustrierten Buch, was die Kleinen am liebsten in den Urlaub mitnehmen würden: „Die Hose mit den Zebrastreifen und Chicos gelben Zirkus-Reifen. Genügend Schuhe und Sandalen, vom Trödel alte Müsli-Schalen. Sechs tellergroße Sommerhüte, natürlich eine Bonbon-Tüte.“ So geht es fröhlich weiter, sieben Tage gutes Wetter muss auch noch mit. Doch dann lässt sich der Koffer nicht schließen. Kein Draufsetzen, kein Drücken hilft, nein, er platzt auf! Und die Bilderbuchbetrachter werden zum „Kofferpacken“-Spielen animiert – wer hat sich den ganzen Inhalt gemerkt?

© Schwarz/Dürr: Ich packe meinen Koffer, Tulipan 2018.

„Ich packe meinen Koffer“ von Regina Schwarz und Julia Dürr (Tulipan, 36 S., ab 4 J.). Gedruckt in Deutschland (Grafisches Centrum, Cuno, Calbe). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

2 // Mit gelangweilten, raunzenden Kindern in Fahrzeugen zu sitzen ist kein Spaß: Ein Familienurlaub kann bereits bei der Anreise zur Geduldsprobe werden. Der kanadische Illustrator Frank Viva widmet sich in seinem comicartigen Büchlein der Geschichte einer kleinen Maus auf großer Fahrt. Entsatnden ist die Idee auf einer Reise mit einem russischen Forschungsschiff in die Antarktis. Nach den teils angsterregenden Erlebnissen konnte sich Viva gut in kleine Kinder hineinversetzen, so hat auch der kleine Nager im Buch bald genug vom schaukelnden Schiff: „Bei diesem Wellengang kann man kaum essen … schlafen … küssen … zeichnen … und stehen! Können wir jetzt nach Hause zurück?“ Nein ist die Antwort, da die Reiseplanung noch einige weitere Ziele vorsieht.

© Viva: Ist es noch weit?, Diogenes 2018.

„Ist es noch weit?“ von Frank Viva (Diogenes, 32 S., ab 3 J.). Keine Angaben zur Herstellung.

3 // Ein Reisetagebuch zu schreiben und den vergangenen Tag kurz Revue passieren zu lassen kann für Kinder – vorausgesetzt, es gibt von elterlicher Seite keinen Zwang – ein wertvolles Ritual sein, das gut tut und sie abends zur Ruhe kommen lässt. Urlaubserinnerungen können auf diese Weise dokumentiert und zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder abgerufen werden. Mit den vorgedruckten Seiten für drei Reisen hilft „Mein lustiges Reisetagebuch“, bei der Sache zu bleiben und das Tagebuch den ganzen Urlaub lang zu befüllen. Mit Tipps fürs Packen, DIY-Anleitungen, Ideen gegen Langeweile und genügend Platz für die Eintragungen der Urlaubsfreunde ist das Buch ein idealer Reisebegleiter!

© Gaymann: Mein lustiges Reisetagebuch, Ars Edition 2018.

„Mein lustiges Reise Tagebuch“ von Saskia Gaymann (Ars Edition, 128 S., ab 6 J.). Gedruckt auf Papier mit FSC-Mix-Label. Keine Angabe zum Herstellungsort.

4 // Es gibt Neues von Dr. Brumm! In der ersten Geschichte fährt der chaotische Bär mit dem Zug. Und weil es in Dr. Brumms Abenteuern immer turbulent zugeht, muss der Bär den Zug noch vor einer morschen Brücke stoppen! In der zweiten Story geht Dr. Brumm wie jeden Mittwoch wandern, diesmal sind der jammernde Freund Dachs und Goldfisch Pottwal mit von der Partie. Wanderführer Dr. Brumm hat an die perfekte Ausrüstung gedacht, und die Rucksäcke sind schwer, denn nicht nur eine Wanderkarte, die sich als Weltkarte entpuppt, sondern auch Fernseher und Bügelbrett mussten mit in die Berge. Ein amüsanter Hörgenuss für den Sommer.

„Dr. Brumm fährt Zug & geht wandern“ von Daniel Napp (Silberfisch, 1 CD, 29 Min. Laufzeit, ab 3 J.).

5 // Der renommierte Autor Uwe Timm erzählt in „Die Zugmaus“ (erstmals 1981 erschienen) von einer abenteuerlichen Europareise – aus der ungewöhnlichen Perspektive einer Hausmaus. Hungrig sucht ein obdachloser Mäuserich namens Stefan im Münchner Hauptbahnhof nach Fressbarem. Da hüpft er eines Tages übermütig in einen Eisenbahnwaggon: „Als ich aufwachte, war um mich ein Rütteln und Rattern. Vor mir sah ich viele Beine und Schuhe. Vorsichtig lugte ich unter dem Sitz hervor: Da saßen Menschen und lasen Zeitungen. Draußen vor der Scheibe huschten Lichter in der Dunkelheit vorbei. Langsam wurde mir klar, dass ich nicht träumte, sondern wirklich im Zug saß, und der fuhr.“ Zuerst reist Stefan in die Schweiz, das Paradies der Mäuse, dann nach Paris, schließlich sogar übers Meer nach England. Drei Jahre ist die Maus unterwegs, dann begibt sie sich auf den nicht minder aufregenden Heimweg. Eine sehr empfehlenswerte und teilweise nachdenklich stimmende Lektüre mit Illustrationen des Grüffelo-Erfinders Axel Scheffler.

© Timm: Die Zugmaus, dtv junior 2018.

„Die Zugmaus“ von Uwe Timm (dtv junior, 120 S., ab 7 J.). Gedruckt in Deutschland (Pustet, Regensburg) auf Papier mit FSC-Mix-Label.

6 // Dagmar Chidolues Millie war schon fast überall in der Welt: in Paris, auf Mallorca, in New York, in Afrika, am Nodpol, in Brasilien … und heuer reist sie mit ihren Eltern und der kleinen Schwester Trudel nach Amsterdam. Rasant und absolut kindgerecht erzählt die Autorin von den Stadtrundgängen, Fahrradausflügen und Erlebnissen der Familie und bietet ganz nebenbei interessantes Hintergrundwissen zu Sehenswürdigkeiten, Kultur, Geschichte und der holländischen Sprache. „Da hängt […] ein Schild an der Wand: Hier geen (brom)fietsen plaatsen. Hier kann man auch kein Fahrrad platzen lassen. Kein Fiets und kein Bromfiets. Mama, was meinen die denn mit Brummrad?‘ Ach so … das soll wohl ein Moped sein, das man hier nicht platzen lassen darf. Und ebenso nicht einfach an der Hauswand abstellen, Millie!“ Ein Leseabenteuer, das sehr großen Spaß macht.

© Chidolue: Millie in Amsterdam, FISCHER Sauerländer 2018.

„Millie in Amsterdam“ von Dagmar Chidolue (FISCHER Sauerländer, 224 S., ab 6 J.). Gedruckt in Deutschland (CPI books GmbH, Leck) auf Papier mit FSC-Mix-Label.

7 // Wer war Marco Polo und weshalb zählt er zu den berühmtesten Reisenden aller Zeiten? Die Journalistin Anke Dörrzapf nimmt uns mit auf die unglaublich weiten Wege, die Marco Polo im Mittelalter zog: Im Jahr 1271, mit siebzehn Jahren, brach der Junge von Venedig auf. „Marco konnte es kaum erwarten, endlich selbst die fernen Länder zu sehen, von welchen Vater und Onkel erzählt hatten.“ Er besuchte auf seinen Reisen die Kreuzfahrerstädte Akko und Jerusalem, reiste über Bagdad zum Persischen Golf und kam schließlich an den Hof Kublai Khans. Dort wurde er noch beauftragt, China und Indien zu bereisen, bevor er schließlich – 24 Jahre nach seiner Abreise – mit reichen Gütern und eindrucksvollen Erinnerungen nach Venedig zurückkehrte. In Kombination mit den sehenswerten Illustrationen von Claudia Lieb ist dieses Buch ein imposanter Reisebericht, der keinen kalt lässt.

© Dörrzapf/Lieb: Die wunderbaren Reisen des Marco Polo, Gerstenberg 2017.

„Die wunderbaren Reisen des Marco Polo“ von Anke Dörrzapf und Claudia Lieb (Gerstenberg, 112 S., ab 12 J.). Gedruckt in Lettland (Livonia Print, Riga). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

Wohin soll die Reise gehen?

8 // Nach dem großen Nachschlagewerk „Alle Länder dieser Welt“ ist nun auch ein Buch mit Porträts von über 80 faszinierenden Städten der Welt erschienen. Mit dabei sind wenig überraschend die Metropolen New York, Rio de Janeiro, Berlin, Peking, Sydney oder Kairo – aber auch weniger bekannte Orte wie Apia, Tromsø, Cartagena, Kingston, Timbuktu oder Chengdu finden ihren Platz. Glanzvolle Fotos, zahlreiche interessante Fakten zu den Ländern, Kulturen und zur Geschichte sowie kuriose Details zeichnen dieses Buch aus. Stundenlang könnte man blättern und dabei das Gefühl haben, eine Reise um den Globus zu machen!

© Gosling/Woolley: Die spannendsten Städte der Welt, Ravensburger 2018.

„Die spannendsten Städte der Welt“ von Livi Gosling und Tom Woolley (Ravensburger, 212 S., ab 8 J.). Gedruckt auf Papier mit FSC-Mix-Label. Keine Angabe zum Herstellungsort.

9 // Auch im Gerstenberg Verlag ist ein Buch mit Städteporträts erschienen. Gänzlich anders werden die einzelnen Metropolen vom britischen Illustrator James Brown präsentiert, nämlich anhand von großformatigen, plakatähnlichen Doppelseiten in modernem Retro-Stil mit durchdachtem Layout und ästhetisch ansprechender Farbkomposition. Prag, San Francisco, Delhi, Sankt Petersburg und London sind nur fünf der dreißig Städte, über die der beeindruckte Betrachter kurz und knapp mit sorgfältig recherchierten Fakten versorgt wird. Ein Buch, das Eltern gewiss gefällt und Kinder bei genauerem Hinsehen und Hineinlesen gleichermaßen faszinieren wird.

© Flegler/Braun/Murray: In 30 Städten um die Welt, Gerstenberg 2018.

„In 30 Städten um die Welt“ von Leena Flegler, James Brown und Lili Murray (Gerstenberg, 64 S., ab 10 J.). Gedruckt in China. Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

10 // Österreich ist ein Binnenland, in dem es für Urlauber dennoch vieles zu entdecken gibt: Bereits mit dem beliebten „Der neue Österreich-Atlas für Kinder“ hatte Susa Hämmerle auf eine Rundreise durch das Land eingeladen, und kürzlich ist im G&G-Verlag ein ganz aktuelles Sachbilderbuch mit kurzen, kindgerechten Texten erschienen. Geordnet nach Bundesländern versammelt „Mein Östrerreich-Buch“ interessante Ausflugsziele, regionale Köstlichkeiten, verblüffende Rekorde und beeindruckende Persönlichkeiten. Illustriert wurde das Buch übrigens von der Künstlerin Brigitte Baldrian.

© Hämmerle/Baldrian: Mein Österreich-Buch, G&G 2018.

„Mein Österreich-Buch“ von Susa Hämmerle und Brigitte Baldrian (G&G Verlag, 32 S., ab 6 J.). Gedruckt in Slowenien (Imprint, Ljubljana). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

11 // Kinder können anhand eines Globus, der einen faszinierenden Überblick gewährt, die Weltkugel von oben betrachten und begreifen lernen. Eine Bildergeschichte und Vorlesegeschichten im Begleitheft animieren dazu, Interessantes zu suchen und zu entdecken. Wo leben die Menschen, die auf anderen Kontinenten zu Hause sind? Welche besonderen Tiere leben in welchen Regionen? Diese Fragen können anhand des kindgerecht gestalteten Globus leicht beantwortet werden. Beim Einschalten des Licht erscheinen als Spezialeffekt übrigens nachtaktive Tiere.

„Kinder Globus“ (Kosmos, ab 5 J.). Entwickelt und hergestellt in Deutschland.

12 // Richtige Wege durch 42 Labyrinthe finden, dabei echte und erfundene Städte, Länder und ganze Kontinente entdecken – das ist mit diesem bunten Buch möglich. Quer durch Afrika von Casablanca nach Kapstadt soll die Reise etwa gehen. Oder es soll eine Radstrecke abseits von Bus- und Taxirouten durch London gefunden werden. In New York benötigt Larry Hilfe beim Weg zum Feuerwerk im Central Park. Und das letzte und zugleich schwierigste Labyrinth ist gleichzeitig die Planung eines Streifzuges durch Großbritannien und Irland. Für ausdauernde Kinder mit gutem Orientierungssinn.

© Smith/Dittmar: Städte, Länder, Kontinente – mit über 40 Labyrinthen, Usborne 2018.

„Städte, Länder, Kontinente – mit über 40 Labyrinthen“ von Sam Smith und Suzy Dittmar (Usborne, 64 S., ab 6 J.). Keine Angaben zur Herstellung.

Reisen zwischen Traum und Realität

13 // Janoschs Bilderbuchklassiker „Oh, wie schön ist Panama“ gibt es pünktlich zum 40. Geburtstag endlich auch als Pappbilderbuch. Die Geschichte vom kleinen Tiger und dem kleinen Bären, die in einem kleinen Häuschen am Fluss leben, ist vielen bekannt. Den beiden Freunden geht es gut, sie haben alles, was das Herz begehrt und zusammen sind sie wunderbar stark – sie führen ein schönes Leben. Eines Tages schwimmt am Fluss eine nach Bananen duftende Kiste vorbei, auf der Pa-na-ma geschrieben steht. Panama wird zum Sehnsuchtsort, und so begeben sich die Freunde auf den Weg. Als sie nach langer Suche in ihrem Panama ankommen, ist ihnen der Ort sehr vertraut. Manchmal sollte man anscheinend eine Reise tun, um zu erkennen, dass es zu Hause doch am schönsten ist!

© Janosch: Oh wie schön ist Panama, Beltz & Gelberg 2018.

„Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch (Beltz & Gelberg, 36 S., ab 3 J.). Gedruckt in Polen (Gryf Direct). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

14 // Überall auf der Welt erzählt man sich Märchen, Legenden, Fabeln, Mythen oder Volkserzählungen. Über 50 wurden in einem von Illustrator Christopher Corr überragend schön gestalteten Vorlesebuch zusammengefasst. Gelesen werden kann das ganze Jahr hindurch, denn die Geschichten aus Russland, China, Korea, Australien, Japan, Irak, Indien, Mexiko und anderen Ländern sind dem Inhalt entsprechend nach Jahreszeiten geordnet. Möglich ist aber auch die Suche nach bestimmten Regionen im Inhaltsverzeichnis. Einer fantastischen Reise um die Welt, auf der man vieles über Feste und Bräuche erfährt, steht mit diesem Buch nichts mehr im Wege.

© Corr/Mc Allister: Geschichten rund um die Welt, Ravensburger 2018.

„Geschichten rund um die Welt“ von Christopher Corr und Angela Mc Allister (Ravensburger, 128 S., ab 3 J.). Gedruckt auf Papier mit FSC-Mix-Label. Keine Angabe zum Herstellungsort.

15 // Eine erzählenswerte Geschichte führte zur Entstehung dieses Buches: Ana de Lima zeichnete für ihr Leben gern fantasievolle Wunderdinge, während Mia Cassany über imaginäre Orte schrieb. Eines Tages trafen sich die beiden auf Kaffee und Karottentorte, redeten über Landkarten und erfanden den nun erschienenen „Atlas der wundersamen Orte“. „Ich träume und reise durch eine Welt, in der das Unmögliche normal ist und das Mögliche sich verheddert. Gib mir deine Hand, und wir schauen uns eine Welt an, die nur sichtbar wird, wenn wir zusammen träumen“, erklärt Cassany einleitend. Sie führt uns zum Beispiel zu einem Vulkan, der Kaugummi-Lava speit oder in die Wüste der Fundstücke, wo sich all die Dinge versammelt haben, die wir verloren haben. Ein erfrischend ungewöhnliches Buch!

© Cassany/de Lima: Atlas der wundersamen Orte, Prestel 2018.

„Atlas der wundersamen Orte“ von Mia Cassany und Ana de Lima (Prestel, 40 S., ab 4 J.). Gedruckt in der Slowakei (TBB, a.s.) auf Papier mit FSC-Mix-Label.

16 // Das dänische Unternehmen OYOY, das 2012 von Lotte Fynboe gegründet wurde, stellt in Bezug auf Design, Funktion und Materialien qualitativ hochwertige Produkte für Erwachsene und Kinder her. Darunter finden sich auch einige sehr feine Kissen für das Kinderzimmer wie der hochwertig hergestellte, weiche Kaktus für die Leseecke.

„Cactus Cushion“ von Oyoy. Designed in Dänemark, hergestellt in Indien aus 100% Baumwolle.


biorama_logo Diese Rezension wurde auf biorama.eu veröffentlicht.

Was wir lesen – Kathi Macheiner über die Lieblingsbücher ihrer Snowboarding Family

„Was wir lesen“ ist die Rubrik auf „Oh. Kiddo!“, in der Eltern die Lieblingsbücher ihrer Kinder vorstellen – aber auch die Kinderbücher, die sie selbst gerne lesen. Ob es dieselben Titel sind, die ihre Kleinen heute lieben, oder aber diejenigen aus den Bücherregalen ihrer Kindheit, werden sie uns erzählen. Diesmal erzählt uns Illustratorin und Freigeist Kathi Macheiner, was in ihrer Familie mit vier Kindern gelesen wird.

Family

The Snowboarding Family besteht aus drei Generationen, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen – das Snowboarden. Die Eltern Lilo Krebernik und Kathi Macheiner wollen genauso wie die Großeltern als role models für die vier Kinder (7, 5, 4 und noch kein halbes Jahr alt) fungieren: Egal, was sie machen, sie machen es aus eigener Überzeugung und nicht, weil ihnen jemand sagt, sie müssten es tun.

Sowohl Lilo als auch Kathi nahmen früher an Snowboardwettbewerben teil, kennengelernt haben sie sich 1994 – wenig überraschend – auf einem Snowboardcamp. Die Liebe zu dieser Sportart haben die beiden ihren Kindern bereits weitergegeben: Hedi, die älteste Tochter, bekam ihr erstes Board zum 3. Geburtstag, Wally fing mit sagenhaften 17 Monaten mit dem Snowboarden an, Ferry mit 21 Monaten. In den Monaten, in denen Schnee liegt, ist die Familie bei jeder Gelegenheit in den Bergen. Im Sommer kommen dann Skateboard und Surfbrett an die Reihe. Bei allen Unternehmungen steht stets der Spaß im Vordergrund, unnötig gezwungen werden soll niemand. Lilo und Kathi dokumentieren viele der Familienaktivitäten auf der Website und auf Instagram, mit ihren Berichten wollen sie andere Familien inspirieren. Gleichzeitig beweisen sie auf eindrucksvolle Art und Weise, wie bereichernd es ist, das Leben gemeinsam mit den Kindern zu verbringen und auf unnötigen Stress zu verzichten.

Als adhocrates collective machen Lilo und Kathi Illustration, Grafik und Design und arbeiten mit Künstlern und Designern aus aller Welt zusammen. Sie sind außerdem Gründer des multifunktionalen adhocPAD: Gemeinschaftsbüro, Werkstatt, Ausstellungsfläche, Eventlocation, Think Tank, Artist in Residence Programm, Wohnungen und vieles mehr vereint in einem Gebäude in der Wiener Vorstadt.

Alle_lesen

Welches ist das Lieblingskinderbuch von…
… Hedi (7 Jahre alt)? „Ach, du Schreck, mein Name ist weg!“, ein individuell produziertes Buch von David Cadji und Pedro Serapicos, und „Belle und Boo. Herzlichen Glückwunsch, kleiner Hase“ von Mandy Sutcliffe.

… Wally (5 Jahre alt)? „Der Elefant fühlt allerhand“ von Alice Hoogstad und Hans Kuyper, ein schönes Mitbringsel von der Oma, und „Good Night Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo, ein großartiges Buch, alle drei größeren Kids lieben die Geschichten und Illustrationen.

Ferry_liest

… Ferry (4 Jahre alt)? „Five Little Ducks“ von Penny Ives und alle „Fritzi Mauseohr“ Bücher von Sybille Hein (leider nicht mehr lieferbar), die uns schon des öfteren aus einem Wutanfall heraus gerettet haben.

Baby

… Stani (noch kein halbes Jahr alt)? ein Stoffbuch von Coppenrath, hier besonders die Eule.

Welches Buch lieben die Kinder, du aber nicht?
Es gibt jetzt kaum konkrete Beispiele, weil ich mich bei folgenden Punkten – wenn mehr als zwei Punkte zutreffen – gerne verweigere vorzulesen:

  • Bücher, die sich sprachlich zu sehr am bundesdeutschen Markt orientieren,
  • Bücher, die in meinen Augen eher lieblos produziert sind (Stichwort Supermarkt/Diskonter),
  • Bücher, die sämtlichen Gender-Klischees entsprechen,
  • Bücher, die in meinen Augen schlecht illustriert sind und
  • Bücher, die in meinen Augen schlecht gelayoutet sind (Typographie, Satz).

Generell habe ich mir angewöhnt, simultan ins Österreichische zu übersetzen. Leider gibt es so gut wie keine Kinderbücher in österreichischem Deutsch mehr. Wenn alle oben genannten Punkte zutreffen, dann wandert das Buch bei uns ins Erdgeschoss, wo wir eine Kinderecke für Besucher haben. Die Armen! Oder auf den Flohmarkt, sofern das für die Kinder okay ist.

Lieblingsbuecher

Welches Kinderbuch kennst du in- und auswendig?
Lustigerweise ist das Lieblings-Pixi-Buch der Kinder jenes, das mich auch als Kind fasziniert hat – „Kai und Mia spielen mit Murmeln“. Aus der heutigen Sicht nicht sonderlich aufregend und doch sehr einprägsam. Und dann noch „Hatschi Bratschis Luftballon“ von Franz Karl Ginzky, heute nicht mehr ganz politisch korrekt. Aus diesem Grund und wegen des hohen Alters des Buches bei mir am Arbeitsplatz stehend. Trotzdem verlangen die Kinder immer wieder, dass ich es vorlese. Noch mit der Stimme meiner Mum im Ohr, tue ich dann auch wie mir befohlen.

Sachbuecher

Welche Kindersachbücher nehmen die Kinder am liebsten zur Hand?
Die drei größeren Kinder schauen sich am liebsten die „Enzyklopädie der Tiere“ von Wilhelm Eigener an, ein großartiges Second-Hand-Geschenk von den mittlerweile erwachsenen Kindern des Freundes meiner Mum. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Tiere sie mit Namen benennen können!

Welches Buch kommt in die Tasche, wenn ein Termin beim Kinderarzt ansteht?
Das Wartezimmer der Kinderärztin ist gut ausgerüstet, und wir lesen, was uns dort in die Finger kommt. Wir sind allerdings viel mit dem Auto unterwegs und haben immer sämtliche Pixi-Bücher und ähnliches, sowie alte Lustige Taschenbücher und Micky Mäuse mit, die lieben die Kinder.

Buchregal

Welches Kinderbuch habt ihr zuletzt verschenkt?
Die großartigen „Asagan“ Bücher und das Hörspiel dazu von Wolfgang Hartl und Erika Friedl. Hier stimmt alles: schöne Geschichten, liebevoll illustriert, sauber gesetzt und auch noch aus Österreich. Unsere Kinder lieben die Bücher, und das Hörspiel läuft rauf und runter. Chapeau!

Vielen Dank für die Antworten und die Fotos, liebe Kathi!

Oh. Kiddobuch! #3 – „Meine liebsten Dinge müssen mit“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. „Meine liebsten Dinge müssen mit“ ist das erste Buch der in Deutschland lebenden Iranerin Sepideh Sarihi und das neueste von Julie Völk, einer bemerkenswerten österreichischen Illustratorin.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Ein kleines Mädchen bekommt von seinen Eltern einen kleinen Koffer überreicht – mit dem Hinweis, nur die liebsten Dinge einpacken zu können. Die Familie würde in ein anderes Land fliegen und dort in einer neuen Wohnung leben. Zu vieles ist dem Mädchen wichtig: das Aquarium, ein von Opa gebauter Holzstuhl, ein Birnbaum, der Schulbus. Und die beste Freundin.

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

Der Koffer ist zu klein, aber das Mädchen verzweifelt nicht: Sie schickt die vielen Erinnerungen über das Meer und wartet im neuen Zuhause zuversichtlich auf ihre Ankunft. Wir erfahren aufgrund der naiven kindlichen Perspektive, aus der erzählt wird, nichts über die vermutlich ernsten Hintergründe, die zur Migration führten. Für erwachsene Bilderbuchbetrachter ist es leichter, die feinen Hinweise in Text und Bildern zu deuten. Hier geht es um Flucht, um das Zurücklassen von Liebgewonnenem und um das Ankommen in einem fremden Land.

Wer soll das lesen?

Alle, die Menschen mit Migrationsbiografien kennenlernen und im Begriff sind, Empathie und Ambiguitätstoleranz zu entwickeln. Die Begleiterscheinungen von Flucht sind gewiss nicht leicht vorstellbar, wenn man sie selbst nicht erlebt hat, und viele offene Fragen stehen im Raum: Wie muss es sich anfühlen, Geliebtes zurückzulassen und in einem neuen Land ganz neu anzufangen?

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

Dieses Buch lässt die Traurigkeit eines Mädchens durchschimmern, aber auch seinen vorsichtigen Optimismus. Möglicherweise kann diese Ambivalenz wertvolle Erkenntnisse liefern, wenn etwa Kinder auf neue Mitschüler zugehen und ihnen respektvoll und wertschätzend begegnen sollen.

Worte, die hängen bleiben

„Ich warte immer noch auf die Flaschen mit meinen liebsten Dingen drin. Auf mein Aquarium, auf meine Freundin, auf den Schulbus und den Fahrer, auf meinen Holzstuhl und auf meinen Birnbaum. Ich weiß, dass es vielleicht ein bisschen länger dauern kann. Aber das ist nicht so schlimm, das kann warten.“

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

© Sarihi/Völk: Meine liebsten Dinge müssen mit, Beltz & Gelberg 2018.

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Sepideh Sarihis Text erzählt aus einer bewusst harmlosen Perspektive vom Einpacken, vom Verabschieden, vom Warten auf die Erinnerungen, die übers Meer schwimmen sollen, und vom Ankommen. In Kombination mit Julie Völks feinen Schwarz-Weiß-Zeichungen samt pastellfarbenen Akzenten schafft es dieses Buch trotz der verklärten Sichtweisen des Mädchens eindrucksvoll, davon zu berichten, wofür wir Außenstehende keine Worte finden können. Ein zartes, unaufdringliches Bilderbuch, das umso stärker nachwirkt.

„Meine liebsten Dinge müssen mit“ von Sepideh Sarihi und Julie Völk (Beltz & Gelberg, 30 S., ab 5 J.). Gedruckt in Deutschland (Beltz Grafische Betriebe, Bad Langensalza) auf Papier mit FSC-Mix-Label.

Crazy About Cats und Smart About Sharks

Für seine grandiosen, zeitlosen Illustrationen, die für Erwachsene und Kinder gleichsam ansprechend sind, kombiniert der Brite Owen Davey traditionelle und innovative digitale Techniken. Affen, Haie und wilde Katzen sind die Hauptcharaktere seiner einzigartigen, höchst informativen Kindersachbücher.

Ein Affe – was ist das überhaupt?

Ist er mit uns verwandt? Es gibt über 250 Affenarten auf der Welt. Das Zwergseidenäffchen ist so groß wie ein Hamster und wiegt nur so viel wie ein Kartenspiel. Der größte Altweltaffe ist der Mandrill. Welcher Affe den originellsten Bart hat, und welcher der schnellste ist, erfährt man in diesem umfangreichen Sachbilderbuch ebenso wie die Eigenschaften, die zu den Namen „Rotschenkliger Kleideraffe“, „Nasenaffe“ oder „Mantelpavian“ geführt haben. Allerhand Staunens- und Wissenswertes wird anhand der großartigen Illustrationen und fesselnden Sachtexte dargeboten. Dass die Zerstörung der Wälder durch den Menschen die Gefährdung des Lebensraums der Affen bedeutet, wird ebenfalls ausführlichst thematisiert. Abschließend muss dann natürlich noch Folgendes klar gestellt werden: „Dieses Buch wurde auf Papier aus nachwachsenden Bäumen gedruckt und wirkt sich nicht negativ auf den Lebensraum der Affen aus.“

© Davey: Die Affenbande. Alles über Mandrill, Gibbon, Schimpanse und Co., Knesebeck 2016.

„Die Affenbande. Alles über Mandrill, Gibbon, Schimpanse und Co.“ von Owen Davey (Knesebeck, 40 S., ab 6 Jahren). Gedruckt in Belgien auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label).

Wie viele Haiarten gibt es weltweit?

In Owen Daveys Sachbuch „Hai Ahoi!“ erfahren wir, dass es an die 500 sind und dass Haie in fast allen Meeren der Erde leben. Die Eigenarten, typischen Verhaltensweisen und die Lebensräume der Karnivoren werden anhand von eindrucksvollen Illustrationen und informativen, humorvollen Sachtexten dokumentiert. „Ein Hai hat im Durchschnitt 40 bis 45 Zähne und mehrere Reihen Ersatzzähne, falls einer der vorderen abbricht. In seinem ganzen Leben kann ein Hai bis zu 30 000 Zähne verbrauchen!“, erfahren wir zum Beispiel. Oder, dass der Kurzflossen-Mako der „Rennwagen“ unter den Haien ist, da er 65 beim Schwimmen Stundenkilometer erreichen kann.

© Davey: Hai Ahoi! Alles von Ammenhai bis Zebrahai, Knesebeck 2017.

Wir lesen auch, dass Haie extrem wichtig für die Ökosysteme, in denen sie leben, sind, und dass die Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen eine Kettenreaktion mit schädlichen Folgen haben wird. Nach der Lektüre dieses umfangreichen Buches ist man schließlich überzeugt, fast alles über die Meisterjäger zu wissen.

© Davey: Hai Ahoi! Alles von Ammenhai bis Zebrahai, Knesebeck 2017.

„Hai Ahoi! Alles von Ammenhai bis Zebrahai“ von Owen Davey (Knesebeck, 40 S., ab 6 Jahren). Gedruckt in der Türkei (Ertem Printing & Binding) auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label).

Alles über Tiger, Löwe, Leopard

Neben der Hauskatze gibt es eine Vielzahl von wilden Katzen, die allesamt Fleischfresser und menschenscheu sind. Auf leisen Pfoten schleichen sie elegant umher: der Tiger ebenso wie der Puma, die Borneo-Goldkatze, der Eurasische Luchs oder die Bengalkatze. So können sie sich langsam und lautlos auf ihre Beute zubewegen. Die Jagd ist ein Schauspiel, das Owen Davey anhand seiner Illustrationen und anschaulichen Sachtexte grandios in Szene setzt. Es gibt, erfahren wir in diesem wunderbaren Buch ebenfalls, keine zwei Katzen mit dem gleichen Fellmuster! Alle Arten markieren ihre Reviere und verständigen sich mit vielfältigen Lauten. Am lautesten von allen Katzen brüllt übrigens der Löwe, der mit seinem Gebrüll eine Live-Rockband übertönen könnte und noch acht Kilometer weiter zu hören wäre. Und den Rekord für den längsten Sprung teilen sich der Schneeleopard und der Puma. Ersterer ist übrigens vom Aussterben bedroht. Auch dieses traurige Thema lässt Owen Davey selbstverständlich nicht unerwähnt. Faszinierend von der ersten bis zur letzten Seite.

© Davey: Wilde Katzen. Alles über Tiger, Löwe, Leopard, Knesebeck 2018.

„Wilde Katzen. Alles über Tiger, Löwe, Leopard“ von Owen Davey (Knesebeck, 40 S., ab 6 Jahren). Gedruckt in Lettland (Livonia Print) auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label).

Owen Davey – Illustrator zwischen Folk, Soul und Pop

Der preisgekrönte Illustrator Owen Davey lebt und arbeitet in Leicester in Großbritannien. Daveys Arbeiten wurden bereits in jedem Kontinent (ausgenommen Antarktika) publiziert – seine Bilderbücher sind in Großbritannien, in den USA, in Australien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, China, Schweden, Russland und Südkorea erschienen. Die englischen Ausgaben der hier vorgestellten Bücher tragen übrigens die wunderbaren Titel „Crazy About Cats“, „Smart About Sharks“ und „Mad About Monkeys“. Das neueste Buch „Bonkers About Beetles“ handelt von der Welt der Käfer und wird diesen Juni in englischer Sprache erscheinen – hoffentlich auch bald auf Deutsch.

Davey illustrierte übrigens auch die iPhone-Spiele „The Robot Factory“ und „TwoDots“. Letzteres war in über 70 Ländern die Nummer 1 der Free Apps. Davey ist Mitglied der Band LOM – in harmonischen Songs über Familie, Natur und Kindheit kombiniert das Dreiergespann seine Liebe zu Folk, Soul und Pop.


biorama_logo Diese Rezension wurde auf biorama.eu veröffentlicht.

Oh. Kiddobuch! #2 – „Hundert. Was du im Leben lernen wirst“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. Diesmal erzähle ich, warum ich ziemlich sicher bin, dass „Hundert. Was du im Leben lernen wirst“ von Heike Faller und Valerio Vidali einer unser „all time favourites“ werden wird.

Worum es geht. Kurz und knapp.

Die Autorin des Buches und Redakteurin beim Zeit Magazin, Heike Faller, hat die unterschiedlichsten Menschen gefragt, was sie im Leben gelernt hätten. Sie bekam erkenntnisreiche Antworten, die sie gemeinsam mit dem Illustrator Valerio Vidali in diesem Buch verarbeitet hat. Herausgekommen sind hundert kleinere und größere Lektionen, die es im Laufe des Lebens zu lernen gibt. Liebe, Tod, Freundschaft, Glück, Angst, Schmerz, Hoffnung, Träume – die Veränderungen während hundert Jahren eines Menschenlebens werden hier anhand von scharfsinnigen Erinnerungsbildern begreiflich gemacht.

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

Wer soll das lesen?

Im Grunde jeder, denn das Thema ist allseits relevant. Kinder, gerne auch kleine, die von Älteren über das Leben erzählt bekommen und dabei die wunderbaren Illustrationen betrachten. Erwachsene, die gerne über philosophische Fragen nachdenken. Werdende Eltern und Großeltern, Menschen, die älter werden … also tatsächlich alle. Heike Faller definiert die Zielgruppe folgendermaßen: „Mit Lebenserfahrungen gibt es allerdings ein Problem. Sie klingen hohl, solange man sie nicht mit Erfahrung füllen kann. Eine Art, damit umzugehen, ist, dieses Buch mit einem anderen Menschen anzuschauen, der mehr Erfahrung hat, und gemeinsam darüber zu scprechen, was einige dieser Sätze in dessen Leben bedeuten. Vielleicht abends vor dem Einschlafen, wenn man mit seinen Eltern oder Großeltern über solche Dinge spricht. So jedenfalls habe ich mir das vorgestellt.“

Worte, die hängen bleiben

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„36 Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Aber er fühlt sich anders an, als du dachtest.“

„50 Es gibt zwei große Kräfte im Leben. Wirst du noch geschoben oder wirst du schon gezogen?“

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

„60 Du bist jetzt sechzig. Aber du fühlst dich nicht so alt wie die Sechzigjährigen, die du als Kind auf der Straße gesehen hast.“

„81 Was, wenn dein Alter nicht in Jahren gezählt würde, sondern in Momenten, in denen du es genossen hast?“

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

© Faller/Vidali: Hundert, Kein & Aber 2018.

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Weil sowohl die überwältigenden Bilder als auch die prägnanten Texte ungewöhnliche Perspektiven aufs Älterwerden eröffnen und unheimlich viel Gesprächspotential in sich bergen. Die Illustrationen zeigen keine eindeutigen Gesichter – möglicherweise, um zu demonstrieren, dass manche Ereignisse und Gefühle für viele, ganz unterschiedliche Menschen ähnlich bedeutungsschwer sind. Ein atemberaubendes Buch zum Nachdenken und Reflektieren.

„Hundert. Was du im Leben lernen wirst“ von Heike Faller und Valerio Vidali (Kein & Aber, 208 S.). Gedruckt in Deutschland (Kösel GmbH, Altusried-Krugzell). Keine Angabe zur Herkunft des Papiers.

Oh. Kiddobuch! #1 – „Kalle und Elsa“

Oh. Kiddobuch! Jede Woche wird an dieser Stelle ein Kinderbuch in wenigen kurzen Absätzen exklusiv vorgestellt. In dieser Woche liegt „Kalle und Elsa“ von Jenny Westin Verona und Jesús Verona auf unserem Stapel ganz oben. Warum das so ist?

Worum es geht. Kurz und knapp.

„Kalle und Elsa“ ist ein eindrucksvolles Plädoyer für das – spielzeugfreie – freie Spielen. Zwei beste Freunde langweilen sich im Kinderzimmer zwischen Legosteinen und Spielküche, während Mama in der Küche arbeitet, und sie reißen aus, landen schließlich draußen im Garten und begeben sich auf Fantasiereise. Plötzlich sind die beiden im wilden Dschungel, wo sie einem Wolf und einem Krokodil begegnen. Als Elsa plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist, bekommt es Kalle mit der Angst zu tun.

Wer soll das lesen?

Abenteuerlustige Kinder ab 3 Jahren und deren entspannte Eltern, die die Tage ihrer Kleinen nicht verplanen, ihnen stattdessen Freiheit schenken und von der kindlichen Fantasie, die in solchen Phasen zum Vorschein kommt, fasziniert sind.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

Worte, die hängen bleiben

„Als sie mit fast allem gespielt haben, mit dem Pferd, der Gitarre, dem Lego und dem Herd, sagt Kalle: Ich weiß, wir reißen aus!

„Draußen im Garten ist es herrlich. Kalle und Elsa haben ein wildes Gefühl im Bauch.“

Warum wir dieses Buch so gerne lesen

Weil diese Geschichte ganz nah an der Erfahrungswelt von Kindern, die gerne im Freien spielen, angesiedelt ist. Ich sehe meine Kinder vor mir, wenn Kalle in der selbst gebauten Hütte eine Decke ausbreitet und Kekse, Rosinen und Äpfel auf Blätter legt.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

Als Elsa dann verschwindet und Kalle sie sucht, beginnt er zu zweifeln, bekommt Angst. War das Abenteuer doch keine so gute Idee? Wo endet die Realität des Gartens, wo beginnt die Fantasiewelt, in der Wölfe und Krokodile lauern? Da beommen vermutlich auch die kleinen Leser Herzklopfen. Schließlich kann das gemeinsame Picknick aber doch noch stattfinden, bevor Kalles Mama sie ins Haus zurück holt und Spaghetti kocht. Fantastisch, entspannt, verdammt gut.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

© Westin Verona/Verona: Kalle und Elsa, Bohem 2018.

„Kalle und Elsa“ von Jenny Westin Verona und Jesús Verona (Bohem, 32 S., ab 3 J.). Gedruckt in Lettland (Livonia) auf Papier mit FSC-Mix Label.