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Kinderbuch-Tipps zum Thema „Haare schneiden“ – und ein Lockenkopf beim Friseur

Zwei meiner drei Kinder sind mit Lockenköpfen gesegnet, deren Strähnen manchmal verfilzen, die aber natürlich wunderschön anzusehen sind. Mit dem Großen war ich erst nach seinem 2. Geburtstag zum ersten Mal beim Friseur, weil ich mich nicht von seinen tollen Haaren trennen konnte. Sie wuchsen wieder nach, zwar schön gewellt und teilweise noch gelockt, aber die wunderschönen Babystoppellocken waren verschwunden. Der Kleine hat dieselben Haare wie der Bruder, nur die Schwester hat meine etwas feineren, glatteren Haare geerbt.

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© Irene Maria Gruber

Es war wieder einmal höchste Zeit: Der Große brauchte dringend einen Haarschnitt. Die ersten paar Male war er bei einem Friseur ganz in unserer Nähe, doch irgendwann nahm ich ihn mit zu minusplus, dem Salon meines Vertrauens. Ich bin dort Kundin der ersten Stunde, da hieß der kleine Laden von Hannes Trummer in der Wiener Gumpendorferstraße noch Less is more.

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© Irene Maria Gruber

Das ist heute der Markenname der Palette an Bio-zertifizierten Pflege- und Stylingprodukten, die Trummer mit Doris Brandhuber herstellt. Ich selbst verwende jetzt im Winter das Neem Scalp Relieve Shampoo und den Chitinspray, eine Föhnlotion zum Sprühen – die Haare danken es mir! Und es gibt mittlerweile drei minusplus-Salons, drei in Wien und einen in Graz.

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© Irene Maria Gruber

Mein Großer liebt das Haareschneiden. Irgendwie fasziniert es ihn. Ich habe aber schon von Kindern gehört, die unruhig oder extrem kitzelig sind, oder ganz einfach Angst davor haben, etwas abgeschnitten zu bekommen. Dafür gibt es sogar einen eigenen Ausdruck: Keirophobie.

Gute Friseure können mit Kindern umgehen. Sie holen ein Kissen, damit das Kind höher sitzt, geben ihm Dinge wie Riesenpinsel in die Hand und machen Späße. Sie bleiben geduldig, wenn das Kind wuselig oder ängstlich ist. Sie kehren den riesigen Berg abgeschnittener Haare vor den Augen der Kinder weg, dann wird eingeschlagen. „High Five!“

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© Irene Maria Gruber

Wer seine Kinder auf den Friseurbesuch einstimmen und Lustiges über das Haareschneiden vorlesen möchte, dem seien die folgenden sehr originellen Bilderbücher empfohlen.

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© Irene Maria Gruber

In einem schrulligen, farbenfrohen Buch wird von einem Friseur erzählt, der alle möglichen Tiere empfängt und ihnen die lustigsten Mähnen schneiden soll. „Madam, ich muss gestehen, ich kann Sie gar nicht sehen! Ich hole schnell die Leiter, dann geht es auch gleich weiter“, sagt der Haarkünstler beispielsweise zur Giraffe.

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© Bohlmann/Bougaeva, Vorne kurz und hinten lang, Thienemann 2017.

„Ihre Haare sind enorm! Wo ist hinten, wo ist vorn? Ich fang mal an zu schneiden, dann wird es sich schon zeigen“, reimt er dann, als eine Langhaarkatze bei ihm auf dem Stuhl Platz nimmt. Wie das Samtpfötchen saß auch mein Kleiner heute schließlich inmitten eines gigantischen Bergs abgeschnittener Haare – Sonja Bougaevas Illustrationen treffen ins Schwarze und bringen uns zum Lachen. Das ist ganz großes Kino!

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© Bohlmann/Bougaeva, Vorne kurz und hinten lang, Thienemann 2017.

„Vorne kurz und hinten lang“ von Sabine Bohlmann und Sonja Bougaeva (Thienemann, 32 S., ab 4 J.). Gedruckt in Lettland (Livonia Print, Riga) auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label).

Und dann wären da die Locken, sie sind Fluch und Segen zugleich. Dem Großen haben wir sie nun endgültig abgeschnitten, der Kleine läuft noch damit herum und sieht einfach nur sehr lieb aus. Aber ich kann nachvollziehen, dass verfilzte oder ins Gesicht hängende Locken lästig sein können.

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© Anderson, Glattes Haar wär wunderbar, Magellan 2017.

„Nein! Ich mag meinen riesigen Lockenkopf NICHT! Doof und gemein, oh, wie nervt er mich!“, schmollt das Mädchen in Andersons Buch. „Überall Kringel und Wirbel am Schopf, zu wirr und verrückt, dieser Wuschelkopf! So knotig und struppig und alles so kraus! Jedes Haar dreht sich, das halt ich nicht aus!“ Vergeblich versucht das Kind, seine Haare zu glätten. Da trifft es auf ein Mädchen mit glatten Haaren, das ebenfalls unzufrieden mit seiner Frisur ist. Die beiden machen sich gegenseitig Komplimente und die lustigsten Frisuren – und plötzlich ist es gar nicht mehr so schwierig, die eigene Haarpracht so zu akzeptieren, wie sie ist.

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„Glattes Haar wär wunderbar“ von Laura Ellen Anderson (Magellan, 32 S., ab 3 J.). Gedruckt in Italien auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label).

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