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Der Rattenfänger von Hameln

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Die Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ , die auch die Gebrüder Grimm in ihren Kanon aufgenommen hatten, ist eine der bekanntesten überhaupt. Nun hat sie der Kinderbuchillustrator Thomas Baas zeitgemäß und obendrein außergewöhnlich schön illustriert.

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Kurz vor Weihnachten des Jahres 1283 stecken die Bürger der mittelalterlichen Stadt Hameln gerade in den letzten Vorbereitungen für das Fest: Die gefräßigen Menschen schlemmen und schmausen, bereiten Schinken, Gans, Pastete, Hefezopf und Kuchen vor – ihre Kinder sind ihnen dabei nur lästig. Die vereinzelten Ratten, die durch das Stadttor schlüpfen, bemerken sie zuerst nicht, nach wenigen Stunden ist die Stadt jedoch von den Tieren überschwemmt. Der Bürgermeister verspricht demjenigen, der die Ratten fängt, 1000 Goldstücke.

Ein seltsamer, mit Umhang und Hut verhüllter Mann, hört den Aufruf und kommt nach Hameln. Auf seiner Flöte spielt er eine eigenartige Melodie, woraufhin die betörten Ratten ihm willig aus der Stadt folgen und schließlich in das eiskalte Wasser eines Baches stürzen. Den vereinbarten Lohn bekommt der Rattenfänger zu seinem Ärgernis aber nicht – warum auch immer. Stattdessen feiern die verfressenen Bürger ausgelassen, sie trinken, lachen und tanzen. Der Rattenfänger kehrt natürlich zurück, um sich zu rächen. Wiederum spielt er auf seiner Flöte, diesmal allerdings eine fröhliche Melodie, und die Kinder von Hameln folgen ihm wie zuvor die Ratten. Die Kinder verschwinden hinter den Bergen – und wenn der Wind aus der Richtung der Berge kommt, hört man in der Ferne, so heißt es, glückliche Kinder lachen. Auf ein gebrochenes Versprechen folgt eine für die Menschen bittere Konsequenz.

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Illustration von Thomas Baas, aus Der Rattenfänger von Hameln, © Kleine Gestalten 2016

Kräftiges Rot und sattes Petrol leuchten aus den sonst recht düsteren Bildern und machen sie zu einem regelrechten Augenschmaus. Wurstwaren, Sauschädel, Riesling, geschmückte Tannenbäume, schneebedeckte Dächer, leuchtende Laternen – und dazwischen die schwärmen die Ratten aus. Die Mimik der Menschen harmoniert übrigens ganz wunderbar mit der Handlung. Dieses Buch ist dermaßen schön und gut gelungen, dass es eine wahre kleine Kostbarkeit ist!

„Der Rattenfänger von Hameln“ von Thomas Baas ist bei Kleine Gestalten erschienen. 48 Seiten. Für Kinder ab 4 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Druck: Optimal Media GmbH, Röbel/Müritz (Deutschland)
Papier: Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix Label)

biorama_logo Diese Rezension wurde auf biorama.eu veröffentlicht.

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Ich bin Mama & Primarstufenpädagogin, Germanistin & Skandinavistin und schreibe am liebsten über Bücher und andere brauchbare Dinge für Kinder. Ich lebe mit meinem Mann und meinen drei kleinen Kindern in Wien.

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