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Kindern Bücher schenken #3 – So ist der Winter

Weihnachten steht vor der Tür und Kindern Bücher zu schenken macht in vielerlei Hinsicht Sinn. Diese sechs Kinderbücher sind zum Teil unterhaltsam, zum Teil stimmen sie nachdenklich – alle zeigen jedenfalls wunderschöne Seiten der Weihnachts- und Winterzeit.


 

copyright © Bohem Press / Germany, Ill.: Kristina Digmann

copyright © Bohem Press / Germany, Ill.: Kristina Digmann

Bei Bohem Press, bekannt für feine Bücher, ist kürzlich ein ganz besonders zauberhaftes Kinderbuch aus dem Schwedischen übersetzt worden: „So ist der Winter“ zeigt die vielfältigen Seiten der kalten Jahreszeit und lässt den Betrachter von Eis und Schnee im hohen Norden träumen, denn manches, was gezeigt wird, lassen die geringen Schneemengen in unseren Breiten nicht zu. Man begleitet zwei Kinder auf ihren Wegen durch das Weiß. Sie treffen auf die im Norden verbliebenen Vögel, machen Engelfiguren in den Schnee und gehen Schlitten- und Schifahren. Wenn die Schneemänner schon überhandnehmen, bauen sie Schneekatzen und Schneebirnen. Und sollte der Sturm einmal zu kräftig toben, zeigen die beiden Kinder, dass es im Haus bei Kaminfeuer und Tee unglaublich gemütlich sein kann. Wissens- und Staunenswertes über den Schnee und den Winter wird ganz nebenbei anhand einfacher Sätze und punktgenauer Illustrationen dargebracht. Es bleibt jedenfalls genug Platz zum Erzählen und Weiterdenken. Realistisch und doch märchenhaft – und so schön!

copyright © Bohem Press / Germany, Ill.: Kristina Digmann

copyright © Bohem Press / Germany, Ill.: Kristina Digmann

„So ist der Winter“ von Görel Kristina Näslund und Kristina Digman ist im Bohem Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 3 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: Gedruckt auf Papier aus verantwortungsvollen Quellen (FSC-Mix-Label)
Druckfarben: keine Angabe
Druck: TBB (Slowakische Republik)

 

(c) Aracari Verlag

(c) Aracari Verlag

Ein wunderbares Weihnachtsbuch, das die Vorfreude auf einen geschmückten Tannenbaum wohl noch größer werden lässt, ist „Der kleine Christbaum“ von Ruth Wielockx. Unter den Bäumen, die ein Christbaumverkäufer anzubieten hat, ist diesmal auch ein ganz kleiner. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass er ausgesucht wird, da unter ihm kaum Platz für Geschenke ist, und sehr viele Lichter kann man wohl auch nicht an ihm befestigen. Die großen Bäume jedenfalls werden der Reihe nach verkauft: Einer erfreut den Bäcker und wird mit Keksen und Cupcakes behängt, einer kommt ins Haus des Gemüsehändlers, ihn zieren Karotten und Äpfel. Der Metzger sucht sich einen Baum aus und behängt ihn mit Würstchen, und der Friseur zaubert seinem Baum eine flotte „Frisur“. Nachdem der Bürgermeister den letzten Baum für den Marktplatz erstanden hat, ist nur noch der kleine Baum übrig. Im letzten Moment kommt ein ganz besonderer Käufer, den selbst der Christbaumverkäufer niemals erwartet hätte. Der Mann setzt den kleinen Baum neben sich auf den Schlitten und beschert ihm die allerschönsten Weihnachten …

(c) Aracari Verlag

(c) Aracari Verlag

„Der kleine Christbaum“ von Ruth Wielockx ist im Aracari Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 4 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: Bezug Artpapier, 135 gsm, Laminierung matt, Inhalt artic silk 170 gsm
Druckfarben: durchweg 4-farbig, Inhalt 4/4, Bezug 4/0
Druck: Proost Industries n.v., Turnhout (Belgien)

 

(c) Mixtvision Verlag

(c) Mixtvision Verlag

Herr Blume ist einer der wenigen Menschen, die sich über Kleinigkeiten freuen können. Regen und Sturmwind machen ihm nichts aus, das Quietschen seines Fahrrads oder das Quaken der Frösche in der Nacht ebenso wenig. Die meisten Leute halten Herrn Blume für einen Eigenbrötler. Als im Winter ein Schlittschuhrennen am zugefrorenen See in der Nähe des Dorfes angekündigt wird, beginnt Herr Blume eifrigst zu trainieren. Er möchte unbedingt den Hauptpreis, ein Radio, gewinnen. Beim Rennen geht Herr Blume in Führung, doch plötzlich kommt ihm eine Ente in die Quere. Das Ziel vor Augen vergisst Herr Blume das Radio, viel lieber staunt er über die lustigen Drehungen des Vogels. Unter den nachfolgenden Läufern bricht Chaos aus, einige stürzen, andere stoßen zusammen. Das Rennen und das Radio kann Herr Blume zwar nicht mehr gewinnen, dafür dreht er seit dem Wettbewerb begeistert Pirouetten – und steckt eine Vielzahl anderer Leute mit seiner Freude am Eislaufen an.

(c) Mixtvision Verlag

(c) Mixtvision Verlag

„Herr Blume ist glücklich“ von Bruno Hächler und Ingrid Sissung ist im Mixtvision Verlag erschienen. 32 Seiten. Für Kinder ab 4 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: Bilderdruck matt – Profisilk 170 g/m2
Druckfarben: 4/4 farbig – Euroskala
Druck: Grafisches Centrum Cuno, Calbe (Deutschland)

 

(c) Aladin Verlag

(c) Aladin Verlag

Rosa ist zu Besuch bei ihrer Oma, und das Mädchen ist ein wenig traurig, als ihre Mama gehen muss. Aber gar nicht lang dauert es, und Rosa ist getröstet. Mit Oma kann man ja so tolle Sachen machen! Tanzen, Geschichten lesen, ausruhen. Und wenn man ein kleines „Aua“ hat, kommt ein Pflaster drüber, und alles ist wieder gut. Diesmal backen Oma und Rosa sogar Zimtschnecken! Da wird der Teig ausgerollt und Rosa darf davon naschen und kleine Tierchen formen. Zum anschließenden Kaffeekränzchen sind Puppen und Stofftiere geladen. Als Mama Rosa abholen kommt, freut sich die Kleine schon auf das nächste Mal … Ein liebevoll gezeichnetes Büchlein aus Schweden für kleine Enkel und Enkelinnen!

 

(c) Aladin Verlag

(c) Aladin Verlag

„Rosa und die Zimtschnecken“ von Lena Anderson ist im Aladin Verlag erschienen. 28 Seiten. Für Kinder ab 2 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: 190 g/qm C1S artboard
Druckfarben: keine Angabe
Druck: China

 

© Orlando Hoetzel / kunstanstifter verlag

© Orlando Hoetzel / kunstanstifter verlag

Viel besser als dieses kann ein Bilderbuch nicht gelingen: Die winterliche Geschichte von der Bergfederneule Sili wurde von Verena Stegemann erfunden und aufgeschrieben, die fantastischen Illustrationen steuerte Illustrator Orlando Hoetzel bei, erschienen ist die kleine Kostbarkeit im kunstanstifter verlag, einem unabhängigen Verlag für Illustratoren. Die Eule Sili frühstückt für gewöhnlich in der Dämmerung und zündet sich dazu eine kleine rote Kerze an, die sie im letzten Winter aus dem Tal zu sich auf den Berg mitgenommen hat. Als die Kerze für immer ausgegangen ist, versucht Sili, eine neue aufzutreiben. Die Suche gestaltet sich allerdings als schwierig, die Eule wird immer trauriger und verliert den Appetit. Keinen Teller isst sie mehr leer – bis im Dezember der erste Schnee fällt. Denn plötzlich werden überall im Dorf rote Kerzen in grünen Tannenkränzen angezündet. Von Woche zu Woche wird der Lichterglanz imposanter. So erfreut Sili über die hell erleuchteten Fenster ist, so enttäuscht ist sie, als alle Adventkränze eines Morgens neben den Mülltonnen der Menschen liegen. Doch die Eule hat eine großartige Idee und beginnt, die Kerzenstummel zu einsammeln und für sich zu nützen. Und für den nächsten Winter plant Sili schon klug voraus …

© Orlando Hoetzel / kunstanstifter verlag

© Orlando Hoetzel / kunstanstifter verlag

„Die Eule Sili“ von Verena Stegemann und Orlando Hoetzel ist im kunstanstifter verlag erschienen. 44 Seiten. Für Kinder ab 5 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: Fly 150 g/m2, 1,2-fach (FSC-Mix-Label)
Druckfarben: 4 farbig gedruckt (mineralölfreie Farben) mit Drip Off Lackierung auf dem Cover
Druck und Bindung: E & B engelhardt und bauer Druck und Verlag GmbH, Karlsruhe (Deutschland)

 

(c) Diogenes Verlag

(c) Diogenes Verlag

René Goscinny, bekannt geworden durch die Erfindung des Asterix, hat mit dem kleinen Nick eine ebenso liebenswerte Figur geschaffen. In diesem Band wurden zehn Geschichten zum Thema „Weihnachten“, die früher schon in anderen Büchern erschienen sind, zusammengesammelt. Im Vorwort warnt der Übersetzer vor der Verwendung der Lektüre im Deutschunterricht, da Satzbau und Zeichensetzung nicht dem „Kleinen Duden“ entsprächen. Warum das erwähnt werden muss, wird beim Lesen der endlos langen Schachtelsätze, in die Nick seine kindlichen Gedanken verpackt, klar. Jedenfalls passt die Sprache vortrefflich zu den unterhaltsamen Erlebnissen, die hier geschildert werden. In einer Geschichte erfährt Nick von seinem Papa, dass der Weihnachtsmann in diesem Jahr sparen muss. Enttäuscht schreibt Nick einen Brief an den Weihnachtsmann, er will ja auf seine Geschenke nicht verzichten! Die kreativsten Ideen hat Nick für ihn parat, damit genug Geld für seine Wünsche übrig bleibt. Amüsant ist auch die Art und Weise, wie Nick Weihnachtsgeschenke für seine Mama besorgt: Sie nennt ihm ihre Wünsche, und da Nick selbst nicht genug Geld hat, muss sie alles sponsern. Wie gut, dass sie sich nach diesem Kaufrausch zu Hause auf Nick ausreden kann! Vom Inhalt der Handtasche seiner Oma, die zu Besuch kommt, bekommt Nick Magenprobleme. Und der erste Schnee ist für ihn und seine Schulkameraden etwas ganz Besonderes …

„Weihnachten mit dem kleinen Nick“ von Jean-Jacques Sempé und René Goscinny ist im Diogenes Verlag erschienen. 112 Seiten. Für Kinder ab 10 Jahren.

Blickpunkt Umweltschutz und Nachhaltigkeit:

Papier: keine Angabe
Druckfarben: keine Angabe
Druck: keine Angabe

 


 

biorama_logo Diese Rezension wurde auf biorama.eu veröffentlicht.

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